
Der Markenname „Bafana Bafana“ ist 3,4 Millionen Euro wert
30.03.2011
Wer erinnert sich nicht an die Fußball-Weltmeisterschaft 2010, bei der der Name „Bafana Bafana“ in aller Munde war? Die Übersetzung des Begriffs „die Jungs“ hatte sich Wayne Smidt, Geschäftsmann aus Johannesburg und Inhaber der Firma Stanton Woodrush (Pty) Ltd., 1993 als Marke schützen lassen und damit während des Confed-Cups 2009 und der nachfolgenden Fußball-WM 2010 in Südafrika außerordentlich gute Geschäfte gemacht.
Der südafrikanische Fußballverband Safa hatte es versäumt, die Bezeichnung „Bafana Bafana“ als Marke schützen zu lassen und ist 1997 und 2003 vor Gericht bei dem Versuch gescheitert, im Wege eines Rechtsstreits an die Markenrechte zu gelangen. Nach diesem mehrjährigen Streit gibt es nun zwischen der Safa und dem Rechteinhaber Wayne Smidt augenscheinlich eine Einigung.
Im Gespräch sind rund 3,4 Millionen Euro (umgerechnet 33 Mio. Rand) für den Erwerb der Rechte durch den südafrikanischen Verband. Betrachtet man, welche Erlöse aus der Vermarktung des Markennamens bereits in den beiden vorangegangenen Jahren geflossen sind, so zeigt sich, dass die rechtzeitige und umfassende Absicherung von entsprechenden Namensideen durchaus ein lukratives Geschäft sein kann.
(Thomas Schiefer als geschäftsführender Gesellschafter der innomark GmbH nimmt in unregelmäßigen Abständen zu aktuell in der Diskussion befindlichen Namensthemen Stellung.)
