
CAMPOS heißt jetzt HRT F1 - Chance vertan!
04.03.2010
Richtig mitspielen auf der großen Bühne der Formel 1 - das ist die Maßgabe für jedes Team, das am internationalen Grand-Prix-Geschehen teilnimmt. Wer sich vor einem Millionenpublikum mit einem eigenen Formel 1-Team der Öffentlichkeit präsentiert, sollte auch bei der Wahl des Namens Erfolg versprechend aufgestellt sein.
Leider ist dies dem neu formierten HRT F1-Rennstall nicht geglückt. Kurz vor Saisonbeginn wurde das spanische Team Campos Meta nach der Übernahme durch Jose Ramon Carabante in HRT F1 (Hispania Racing Team) umbenannt.
Ziel war es, die spanische Herkunft des Rennstalls mit Sitz in Murcia in den Vordergrund zu stellen. Leider wurde hier eine große Chance vertan, sich mit einem klangvollen Eigennamen auf der internationalen Bühne der Formel 1 neu aufzustellen.
Was für Produkte und Dienstleistungen gilt, gilt auch für ein Formel 1-Team. Akronyme (Abkürzungen), die erst erklärt werden müssen und sich weitaus schwieriger einprägen als „klassische Namen“, bieten eine schlechte Startvoraussetzung.
Wer neben so legendären Namen wie McLaren, Ferrari, Williams und Lotus nicht nur technisch bestehen möchte, sondern auch eine eigene Reputation aufbauen will, hätte bei der Wahl des Namens ein besseres Fundament legen sollen.
(Thomas Schiefer als geschäftsführender Gesellschafter der innomark GmbH nimmt in unregelmäßigen Abständen zu aktuell in der Diskussion befindlichen Namensthemen Stellung.)